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Neue Niners Halle

Begonnen von der Papa, Mittwoch, 10 April 2024, 21:24:30

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Abdiel

"Meine Meinung steht fest, verwirren Sie mich nicht mit Fakten!"

der Papa

Ich verstehe ehrlich gesagt die ganze Aufregung nicht.
Nur weil in Leipzig eine Förderzusage für ein in der Vorplanung schon ziemlich fortgeschrittenes Ausbauprojekt der Halle in Leipzig besteht, ist das Projekt Hallenneubau in Chemnitz damit nicht vom Tisch!
Die neue Halle in Chemnitz kann nur zusammen mit privaten Investoren, der Stadt und dem Land realisiert werden können.
Eine alleinige Finanzierung durch die Stadt und das Land ist völlig illusorisch.
Der springende Punkt ist (und da wiederhole ich meinen Kommentar weiter oben) der politische Wille im Rathaus und ein tragfähiges Betreiberkonzept.
Klar spielen vergleichbare Hallen im Umkreis von 70-100km eine Rolle. Aber es ist doch völlig logisch, dass Städte wie L oder DD mittel- bis langfristig ebenfalls 8-12k'er Hallen bauen.
Ich sehe hier eine Challenge, genügend Konzerte und Veranstaltungen nach C zu holen, dass die Auslastung für ein profitablen Betrieb ausreicht.
Wenn das irgendwie gelingt, ein profitablen Betrieb zu sichern, sehe ich kein Problem, genügend Investoren zu finden.

Rivertilt

Um weitere Fakten mal aufzuzeigen und die Projekte miteinander zu vergleichen:

Leipzig:
Beschluss Stadtrat zur Modernisierung Arena + Neubau daneben: Mai 2025
Dementsprechend sind Investoren privater Herkunft sowie staatliche Mittel zur Finanzierung vorgesehen.
Es gab ein offizielles Markterkundungsverfahren (Frist lief bis Juni 2026), um private Investoren für die Gesamtentwicklung des zentralen Sportcampus ins Boot zu holen.

Der Prozess schaut also so aus, dass der Hallenneubau politisch kommunal bewilligt worden ist, Investoren bereitstanden und man nach dem Beschluss die Fördermittel beantragt hat (immer bis 30.09. für das Folgejahr). Die Bewilligung scheint nun erfolgt zu sein, nachdem genügend private Investoren im Boot sind.

Chemnitz:
Die Niners und eine private Investorengruppe bekennen sich zu dem Projekt, die Finanzierung über 200 Mio. EUR wird als kritisch eingestuft. Es gibt eine Machbarkeitsstudie und einen möglichen Standort daraus hervorgehend. An diesem Punkt steht man.
Es gibt weder einen Beschluss des Stadtrats dazu, noch ist die Übereignung des Grundstücks fortgeschritten, noch einen Fördermittelantrag.

FAZIT:
Die Türen die unser MP bereits geöffnet und auch untermauert hat, zeigen ein politisches Bekenntnis von ihm (im Vergleich zu unserem OB sehr deutlich sogar). Aber wenn die Türen auf sind, muss man auch im Stande sein hindurch zu gehen. Und genau daran scheitert es aktuell aus den gegebenen Ursachen. Das ist so und muss man einfach mal akzeptieren und nicht die vermeintlich einfache Ursache beim MP suchen.

Und an alle "Freunde" des MP: Wie stellt ihr euch den Prozess denn vor? Mal Gedanken darüber gemacht? Schonmal einen Förderbescheid bei der SAB oder anderweitig beantragt? Oder gar ein Großprojekt versucht zu starten? Die Investorengruppe freut sich sicherlich sehr über euren wertvollen Input...



Oberlehrer

#318
Immer nur Fakten ... langweilig  :sleep4:
:motz: ist schöner

Im Übrigen fand ich die Argumente von Susanne Schaber auch gut, nur eben nicht für die 99ers. 
 
                                                                                  :baeh:

Mephistopheles

Zitat von: Rivertilt am Mittwoch,  2 September 2026, 11:29:28Um weitere Fakten mal aufzuzeigen und die Projekte miteinander zu vergleichen:

Chemnitz:
Es gibt eine Machbarkeitsstudie und einen möglichen Standort daraus hervorgehend. An diesem Punkt steht man.


Ich habe im Hinterkopf, dass der Standort hinter der Parteisäge deswegen nicht realisierbar ist, da eine kleine Fläche im Privateigentum ist. Ich kann mich da an ein Interview mit einer Frau erinnern, die das Grundstück von ihren Vorfahren geerbt hatte, die wiederum zur NS-Zeit verfolgt wurden. Sie wollte das Grundstück meiner Erinnerung nach behalten, weshalb jener Standort nicht mehr weiter für eine neue Halle im Gespräch ist.
=> => => ChemnitzCrew <= <= <=

BB-99

Zitat von: Oberlehrer am Mittwoch,  2 September 2026, 15:03:48Immer nur Fakten ... langweilig  :sleep4:
:motz: ist schöner

Im Übrigen fand ich die Argumente von Susanne Schaber auch gut, nur eben nicht für die 99ers.
 
                                                                                  :baeh:
Nachdem OB Schulze bereits vor einiger Zeit sagte, er könne sich für die Chemnitzer Innenstadt "vieles" vorstellen, hat Frau Schaber während der FP Podiumsdiskussion nun wohl endgültig klar gemacht, das von Seiten der Komunalpolitik keine substanzielle Hilfe für den Bau einer neuen Arena zu erwarten ist. 

Rivertilt

Zitat von: Mephistopheles am Mittwoch,  2 September 2026, 18:32:35
Zitat von: Rivertilt am Mittwoch,  2 September 2026, 11:29:28Um weitere Fakten mal aufzuzeigen und die Projekte miteinander zu vergleichen:

Chemnitz:
Es gibt eine Machbarkeitsstudie und einen möglichen Standort daraus hervorgehend. An diesem Punkt steht man.


Ich habe im Hinterkopf, dass der Standort hinter der Parteisäge deswegen nicht realisierbar ist, da eine kleine Fläche im Privateigentum ist. Ich kann mich da an ein Interview mit einer Frau erinnern, die das Grundstück von ihren Vorfahren geerbt hatte, die wiederum zur NS-Zeit verfolgt wurden. Sie wollte das Grundstück meiner Erinnerung nach behalten, weshalb jener Standort nicht mehr weiter für eine neue Halle im Gespräch ist.
Damit wäre die Machbarkeitsstudie ad absurdum geführt und das Projekt steht nochmal mehr am Anfang des steinigen Weges. Ändert aber nichts an der Tatsache, dass im Vorfeld die "Tür" durch den MP für das Grundstück geöffnet worden ist.

Herr_Rausragend

#322
Zitat von: Rivertilt am Mittwoch,  2 September 2026, 21:28:53
Zitat von: Mephistopheles am Mittwoch,  2 September 2026, 18:32:35
Zitat von: Rivertilt am Mittwoch,  2 September 2026, 11:29:28Um weitere Fakten mal aufzuzeigen und die Projekte miteinander zu vergleichen:

Chemnitz:
Es gibt eine Machbarkeitsstudie und einen möglichen Standort daraus hervorgehend. An diesem Punkt steht man.


Ich habe im Hinterkopf, dass der Standort hinter der Parteisäge deswegen nicht realisierbar ist, da eine kleine Fläche im Privateigentum ist. Ich kann mich da an ein Interview mit einer Frau erinnern, die das Grundstück von ihren Vorfahren geerbt hatte, die wiederum zur NS-Zeit verfolgt wurden. Sie wollte das Grundstück meiner Erinnerung nach behalten, weshalb jener Standort nicht mehr weiter für eine neue Halle im Gespräch ist.
Damit wäre die Machbarkeitsstudie ad absurdum geführt und das Projekt steht nochmal mehr am Anfang des steinigen Weges. Ändert aber nichts an der Tatsache, dass im Vorfeld die "Tür" durch den MP für das Grundstück geöffnet worden ist.

Ich dachte wenn man die Grundstücksfrage mal außen vor lässt kam bei der (mit öffentlichem Geld geförderten?) Machbarkeitsstudie für diesen Standort heraus, dass für eine Halle in einer lohnenswerten Kapazität (so 8000 Sitzplätze) bzw. eben in vergleichbaren Ausbaustufen die Baukosten utopisch hoch wären, weil aufgrund der Lage (bauliche Herausforderungen), gesetzlichen Vorgaben (Lärmschutz) etc. ganz viele teure Sonderwege zu beschreiten wären. Und mit den Baukosten steht und fällt nunmal die Wirtschaftlichkeitsbetrachtung, insbesondere wenn gefühlt direkt nebenan oder zumindest fußläufig städtische "Konkurrenzveranstaltungsorte" (C3 etc.) liegen - was die Lage im Stadtrat nochmal komplizierter machen könnte...

Nur meine freche Meinung: Schade, dass das Conti-Loch mittlerweile bebaut ist und der große Parkplatz gegenüber der eins-Energie, vor ein paar Jahren hätte man da auch eine Basketball-Arena planen können...

Und ich erinnere mich auch noch an die Diskussionen mit dem Stadionneubau beim CFC, glaub das war auch ne ganz heikle Kiste wo man sich fragen kann wie sinnvoll das war. Man gönnt es den Fußballern ja - aber wir haben jetzt glaub ich das mit Abstand schickste Stadion in der Regionalliga und damals wurde nicht wenig öffentliches Geld (ob nun direkt oder indirekt) da rein gesteckt...Was es aktuell einfach immer weniger gibt.

Rechtschreibfehler dienen der allgemeinen Belustigung und sind als solche natürlich beabsichtigt! Wer einen findet, darf ihn behalten ;)

Future#50

Zusammenfassend, es wird von der Stadt oder dem Land wenig bis keine Unterstützung geben, daher wird es wohl auf Kredite, Private Equity oder gar Fan-Anleihen / Crowdfunding hinauslaufen müssen ... dann läge es alles in lokaler Hand.

flitzy

Die Stadt Chemnitz muss sich bekennen - sprecht Eure gewählten Stadträte an, wenn die Verwaltung nichts tut können die Forderungen stellen. Auch zu jeder Einwohnerfragstunde können "Bürger" nachfragen. Wenn keiner danach fragt, scheint es keinen zu interessieren und es läuft so weiter.

99-fan

Bin da etwas anderer Meinung. Beim CFC Stadion habe ich mich damals aufgeregt, wie viel öffentliches Geld dort reingesteckt wird. Hier sehe ich das ähnlich. Wenn die Niners was wollen, müssen die Niners ein tragfähiges Konzept liefern, Geld sammeln und sich kümmern - und nicht die Stadt. Die Stadt kann erst unterstützen, die Niners die Basis gelegt haben.
Ich esse kein Biofleisch, weil ich nicht will, daß für mein Essen glückliche Tiere getötet werden.

Ich habe keine Rechtschreibfehler, ich bin bloß eine paar Reformen voraus.