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Politik-Diskussions Thread

Begonnen von vitaminbonbon, Sonntag, 18 November 2007, 23:12:07

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HobbesTheOne 99

die amis haben doch glaube schon die negative tendenz offiziell bekommen oder? dachte da war was  :noahnung:

in frk und usa wird nächstes jahr auch nicht viel passieren, beide haben wahlkampf und damit stillstand  :suspect:
"Es kann nicht die Aufgabe eines Politikers sein, die öffentliche Meinung abzuklopfen und dann das Populäre zu tun. Aufgabe des Politikers ist es, das Richtige zu tun und es populär zu machen."
Walter Scheel

Red Devil

ja hatten ne abwertung drin, danach wurde dem chef der betreffenden ratingagentur zurück getreten  ;)



Guten Tag, Ich trink Ouzo! Was machst Du so?

Alle Kinder lieben Lasagne, ausser Ronny der mag Pony^^

pizzapasta

Die Ratings für die Staatsanleihen sehen abseits der drei großen Agenturen schon lange anders (realistischer) aus. Der ganze Murks ist ja eigentlich nur entstanden, weil Staatsanleihen lange als absolut sicher und wie Eigenkapital betrachtet wurden. Nur dadurch sind Banken und große Versicherungen ja überhaupt so eng verwoben mit den Staatsanleihen.

Mephistopheles

Nicht wirklich Politik, kann aber vielleicht nicht schaden, wenn es hier mit auftaucht:


=> => => ChemnitzCrew <= <= <=

Red Devil

#3064
Sarkozy ging in seiner Rede auch auf seine Pläne für Frankreich ein. Er bereitete seine Bürger auf weitere schmerzhafte Reformen vor. "Frankreich muss die Zweifel beseitigen, dass es seine Schuldenlast tragen kann", mahnte er. Dabei bezeichnete er das Renteneintrittsalter mit 60 Jahren und die 35-Stunden-Woche als "schwere Fehler". Frankreich müsse daran arbeiten, seine Wettbewerbsfähigkeit zu erhalten. Sarkozy kündigte weitere Reformen und Einschnitte im öffentlichen Sektor an.

::)


ein glück geht der präsidentschaftswahlkampf los, da wird bestimmt viel davon übrig bleiben.

aber wo leben wir eigentlich, rente mit 60 und 35std-woche.
gibts überhaupt ein land in der eu(nicht eurozone) welches ähnlich wie wir aufgestellt ist ???
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Iak

http://de.wikipedia.org/wiki/Rentenalter

Irland und Lettland erhöhen sogar auf 68 Jahre. Bei allen anderen Ländern setzt sich die Einsicht erst langsam durch, dass man länger arbeiten muss. Auch wenn es keiner gerne hört, scheinen die Reformen von vor ein paar Jahren nicht verkehrt gewesen zu sein.
"Wahrheit spricht für sich allein - aber Lüge spricht durch Presse und Rundfunk."  Victor Klemperer (1881-1960)

Walter Frosch 99

Zitat von: Iak am Freitag,  2 Dezember 2011, 08:15:20
http://de.wikipedia.org/wiki/Rentenalter

Irland und Lettland erhöhen sogar auf 68 Jahre. Bei allen anderen Ländern setzt sich die Einsicht erst langsam durch, dass man länger arbeiten muss. Auch wenn es keiner gerne hört, scheinen die Reformen von vor ein paar Jahren nicht verkehrt gewesen zu sein.

warum? Ich sehe es eher so, dass Frankreich das "richtigere" Modell fährt und die anderen das Falsche. Leider muss Frankreich nachziehen um seine Wettbewerbsfähigkeit nicht zu verlieren. Die Franzosen sind eine der wenigen die noch verstehen, dass das Leben nicht nur aus Arbeit besteht. Und das muss es bei den heute hochautomatisierten, industriellen Prozessen auch nicht mehr. Aber es wäre natürlich auch zu einfach wenn man sich Gedanken über andere Wege macht.

Länger arbeiten, Rentenalter hoch...das ist für mich kein Zukunftsmodell, sondern an Einfallslosigkeit nicht zu überbieten. Ich glaube nicht das ein Mensch nach 50 Jahren (ich gehe mal von den normalen Leuten und nicht den Bummelstudenten hier aus :buck: ) Arbeitsleben, noch körperlich und mental in der Lage ist den Anforderungen des heutigen Arbeitsmarktes gerecht zu werden.
"Zu Risiken und Nebenwirkungen fragen Sie Ihren Arzt oder Hans Sarpei."

"Ein Walter Frosch spielt nur in der A-Mannschaft oder in der Weltauswahl."

"Geil, endlich Sommer...da kann ich jetzt in Shorts vorm Computer sitzen" ;D

Iak

Die Menschen werden aber immer älter. Wer soll dann die Rente bezahlen? Die müsste also gekürzt werden, nebenbei die beiträge erhöht werden und der staatliche Zuschuss steigen. Geht irgendwie nicht. Irgendwie müssen wir damit klarkommen, dass wir unseren aktuellen Lebensstandard nicht halten können und irgendwie Einschnitte in Kauf nehmen müssen. Eine Erhöhung des Renteneintrittsalters ist ja nichts anderes als eine Rentenkürzung.
Oder willst du, dass deine (zukünftigen) Kinder dann 50% ihres Einkommens für deine Rente ausgeben müssen, nur damit die mit 60 in Rente gehen kannst? Das aktuelle Modell ist meiner Meinung nach nur zu finanzieren, wenn alle mindestens 2 Kinder aufziehen. Wir können ja mal im Forum durchzählen ;)
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Walter Frosch 99

Zitat von: Iak am Freitag,  2 Dezember 2011, 09:13:20
Die Menschen werden aber immer älter. Wer soll dann die Rente bezahlen? Die müsste also gekürzt werden, nebenbei die beiträge erhöht werden und der staatliche Zuschuss steigen. Geht irgendwie nicht. Irgendwie müssen wir damit klarkommen, dass wir unseren aktuellen Lebensstandard nicht halten können und irgendwie Einschnitte in Kauf nehmen müssen. Eine Erhöhung des Renteneintrittsalters ist ja nichts anderes als eine Rentenkürzung.
Oder willst du, dass deine (zukünftigen) Kinder dann 50% ihres Einkommens für deine Rente ausgeben müssen, nur damit die mit 60 in Rente gehen kannst? Das aktuelle Modell ist meiner Meinung nach nur zu finanzieren, wenn alle mindestens 2 Kinder aufziehen. Wir können ja mal im Forum durchzählen ;)

Man hört immer wieder das es zukünftig immer mehr und mehr alte Leute geben wird. Das ist aber nur ein temporäres Problem, dass ab ca. 2040-2050 verstärkt auftreten wird, aber nach ein paar Jahren auch wieder verschwindet. Ein paar Jahre später wird es dann wieder einen dramatischen "Rückgang" an Rentnern geben. Sollten wir dann immer noch solche Geburtenraten wie heute haben, dann wird sich das einfach durch einen deutlichen Bevölkerungsrückgang bemerkbar machen. Geht man davon aus das der Durchschnittsbürger in Zukunft 40 Jahre arbeitet und 20 Jahre Rente bezieht, dann wird das Verhältnis langfristig immer bei 2:1 liegen. Das entspricht so ziemlich exakt dem heutigen Verhältnis zwischen arbeitender Bevölkerung und Rentnern und ist imho beherrschbar...

Durch Verschiebungen in den Geburtenraten kann das ganze natürlich immer mal für ein paar Jahre zum positiven wie zum negativen abweichen.
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pizzapasta

Zitat von: Iak am Freitag,  2 Dezember 2011, 09:13:20
Die Menschen werden aber immer älter. Wer soll dann die Rente bezahlen? Die müsste also gekürzt werden, nebenbei die beiträge erhöht werden und der staatliche Zuschuss steigen. Geht irgendwie nicht. Irgendwie müssen wir damit klarkommen, dass wir unseren aktuellen Lebensstandard nicht halten können und irgendwie Einschnitte in Kauf nehmen müssen. Eine Erhöhung des Renteneintrittsalters ist ja nichts anderes als eine Rentenkürzung.
Oder willst du, dass deine (zukünftigen) Kinder dann 50% ihres Einkommens für deine Rente ausgeben müssen, nur damit die mit 60 in Rente gehen kannst? Das aktuelle Modell ist meiner Meinung nach nur zu finanzieren, wenn alle mindestens 2 Kinder aufziehen. Wir können ja mal im Forum durchzählen ;)

So schauts aus. Genau dafür wird aber auch nicht annähernd genug getan. Wenn man das Ehegattensplitting mal in ein "Elternsplitting" umwandelt und ausreichend Kinderbetreuungsmöglichkeiten auch da anbietet, wo die Jobs sind, würde man schon viel tun und müsste nicht einmal große Rädchen drehen. Im Moment sitzen die Anreize, Kinder zu bekommen, eher nicht bei denen, die ihr Leben selbst finanzieren.  :suspect:

Walter Frosch 99

#3070
irgendwie hat sich das bei den meisten in den Köpfen schon ganz schön manifestiert (weil man es tatsächlich oft hört), dass unsere Geburtenrate zwangsläufig zu mehr Rentnern führt... :noahnung: . Stimmt aber doch gar nicht, oder bringt die zukünftigen Rentner der Klapperstorch? ;D  Eine niedrige Geburtenrate führt zu einem Bevölkerungsrückgang, aber nicht zu mehr Rentnern (mal von temporären Spitzen abgesehen). Der einzige Grund warum der Anteil Rentner steigen kann, ist eine höhere Lebenserwartung. Die steigt zwar noch, aber es wird langsamer. Ich glaube es wird noch sehr lange dauern bis man von den heute 80 Jahren irgendwann mal auf 85 ist...und selbst das sehe ich kaum als dramatisch an, da der technische Fortschritt hinsichtlich automatisierter Arbeitsprozesse wesentlich schneller wächst.

Diese Milchmädchenrechnung hinsichtlich Geburtenrate und Rentnern wird natürlich von denen immer wieder aufgemacht die Interesse daran haben. Und das sind ja so ziemlich alle, die sich nicht zur "normal" arbeitenden Bevölkerung zählen ;D
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Matze

Zitat von: pizzapasta am Freitag,  2 Dezember 2011, 10:02:25
Im Moment sitzen die Anreize, Kinder zu bekommen, eher nicht bei denen, die ihr Leben selbst finanzieren.  :suspect:

richtig- und das ist ja schon wieder die Grundlage für das nächste gesellschaftliche Problem- aber das hatten wir ja hier schon mal diskutiert und weicht jetzt zu sehr ab

Walter Frosch 99

Zitat von: Matze am Freitag,  2 Dezember 2011, 10:49:47
Zitat von: pizzapasta am Freitag,  2 Dezember 2011, 10:02:25
Im Moment sitzen die Anreize, Kinder zu bekommen, eher nicht bei denen, die ihr Leben selbst finanzieren.  :suspect:

richtig- und das ist ja schon wieder die Grundlage für das nächste gesellschaftliche Problem- aber das hatten wir ja hier schon mal diskutiert und weicht jetzt zu sehr ab

rein wirtschaftlich betrachtet bindet ein Kind aber deutlich mehr Ressourcen als ein Rentner :-X .

Ich habe mal vor einiger Zeit eine Studie gelesen, da hat man verschiedene Zukunftszenarien simuliert. Heraus kam, dass eine Geburtenrate von 1,2 über die nächsten Jahrzehnte das Optimum hinsichtlich unserer Wohlstandserhaltung wäre. Im ersten Augenblick überraschend, denkt man darüber nach, dann schon nicht mehr so sehr. Keine Ahnung ob das jetzt Zufall ist, dass wir annähernd bei den 1,2 liegen... :)
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pizzapasta

Zitat von: Schweinezüchter Friedrich 99 am Freitag,  2 Dezember 2011, 11:09:15
Zitat von: Matze am Freitag,  2 Dezember 2011, 10:49:47
Zitat von: pizzapasta am Freitag,  2 Dezember 2011, 10:02:25
Im Moment sitzen die Anreize, Kinder zu bekommen, eher nicht bei denen, die ihr Leben selbst finanzieren.  :suspect:

richtig- und das ist ja schon wieder die Grundlage für das nächste gesellschaftliche Problem- aber das hatten wir ja hier schon mal diskutiert und weicht jetzt zu sehr ab

rein wirtschaftlich betrachtet bindet ein Kind aber deutlich mehr Ressourcen als ein Rentner :-X .

Rein wirtschaftlich kann man das aber bei Kindern eher als "Investitionen" betrachten als bei Rentnern.  :)

Walter Frosch 99

Zitat von: pizzapasta am Freitag,  2 Dezember 2011, 11:32:05
Zitat von: Schweinezüchter Friedrich 99 am Freitag,  2 Dezember 2011, 11:09:15
Zitat von: Matze am Freitag,  2 Dezember 2011, 10:49:47
Zitat von: pizzapasta am Freitag,  2 Dezember 2011, 10:02:25
Im Moment sitzen die Anreize, Kinder zu bekommen, eher nicht bei denen, die ihr Leben selbst finanzieren.  :suspect:

richtig- und das ist ja schon wieder die Grundlage für das nächste gesellschaftliche Problem- aber das hatten wir ja hier schon mal diskutiert und weicht jetzt zu sehr ab

rein wirtschaftlich betrachtet bindet ein Kind aber deutlich mehr Ressourcen als ein Rentner :-X .

Rein wirtschaftlich kann man das aber bei Kindern eher als "Investitionen" betrachten als bei Rentnern.  :)

aber auch das ist egal....denn jedes Kind wird auch mal wieder Rentner :) . Würde die Geburtenrate stark ansteigen, hätten wir plötzlich das gleiche Problem wie das mit den Rentnern, welches wir zeitweilig in 30-40 Jahren haben werden. Die Kosten hierfür würden ja ebenfalls irgendwie von den Einkommensbeziehern getragen werden müssen. Und das ganze durchschnittlich ca. 25 Jahre lang incl. Schul- & Ausbildung bzw. Studium (starke Steuererhöhungen wären unumgänglich). Hinzu kommt noch, dass bei jedem Kind auch Einkommenbezieher "ausfallen", da kommen schnell pro Kind 2-3 Jahre durch Schwangerschaft, Krankheiten, kürzere Arbeitszeiten etc. zusammen. Insgesamt dürfte ein Kind wohl deutlich "teurer" als ein Rentner sein, deshalb würde es imho auch nix bringen wenn wir mehr Kinder in die Welt setzen. Zumindest wenn man das wirtschaftlich betrachtet...

Der Generationenvertrag funktioniert langfristig völlig unabhängig der Geburtenrate, wenn auch nicht mehr so gut wie früher als die Menschen nicht so alt geworden sind. Er sollte aber in etwa auf dem Niveau von heute funktionieren mit einer Delle wenn unsere Generation in Rente geht.
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