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Politik-Diskussions Thread

Begonnen von vitaminbonbon, Sonntag, 18 November 2007, 23:12:07

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vitaminbonbon

Aaaso.  ::)   Na, das Ding läuft glücklicherweise wieder.
Wenn du redest, dann muss deine Rede besser sein, als dein Schweigen gewesen wäre.
(arabisches Sprichwort)

Profi82

Zitat von: Mephistopheles am Montag, 14 März 2011, 20:03:17
Ich vermue ja, dass der Profi mit "es" das Gerät meinte, welches die Zufuhr des Meereswassers regelt und versehentlich abgeschalten wurde.

So is es.  ;)

Zitat von: Mephistopheles am Montag, 14 März 2011, 20:03:17
Kann aber natürlich auch sein, dass er das AKW meinte. So richtig sicher bin ich mir bei ihm auch nicht.  :buck:

:lol: :lol: :lol: :buck:

Zitat von: vitaminbonbon am Montag, 14 März 2011, 20:06:11
Aaaso.  ::)   Na, das Ding läuft glücklicherweise wieder.

Na wenigstens was.  ::)

Profi82

Bitter was gerade auf ntv bei Spiegel TV für Stimmung beziehungsweise Panik wegen einem atomaren Unfall in Deutschland gemacht wird.  ::)  Kein Wunder, dass Mensch losrennen und Iod-Tabletten und Geigerzähler kaufen. :suspect:

vitaminbonbon

Vielleicht interessiert es ja. Anbei mal mein Reisebericht Tschernobyl aus dem Jahr 2006 (meine Fresse, das ist ja auch schon wieder 5 Jahre her  :suspect:  ). E-Mail, Telefon und Adressen sind nicht mehr aktuell  :lol: . Und der Bericht ist weitgehend politisch "neutral" gehalten, außer bei den Schlußfolgerungen. Das Parteilogo kann man, wenn nötig, auch mit der Hand abdecken...


Wenn du redest, dann muss deine Rede besser sein, als dein Schweigen gewesen wäre.
(arabisches Sprichwort)

Profi82

Mal ne Frage am Rande. wenn die Kanzlerin sagt, dass Neckarwestheim 1 jetzt ageschalten wird und das hessische Umweltministerium sagt, "Mh, machen wir, aber erst im Mai", wer hat dann da das Sagen? Sind die Länder in dieser Frage autonom?

vitaminbonbon

Kommt drauf an.
Wenn das Bundesumweltministerium - und hier das Bundesamt für Strahlenschutz - sagt: Stilllegen! dann muss abgeschalten werden. Das sagen die aber nur, wenn Sicherheitsmängel vorliegen usw. Strahlenschutz ist Bundesangelegenheit.
Ansonsten hat das Land die Kompetenz eine Schließung auszusprechen (deshalb auch der Verfassungsstreit über die Aufkündigung des Atomausstiegs OHNE Bundesrat).
Wenn du redest, dann muss deine Rede besser sein, als dein Schweigen gewesen wäre.
(arabisches Sprichwort)

Bruno Borelli

Ein Atomwissenschaftler aus Deutschland meinte heute bei MDR-Info mit zittriger und deprimierter Stimme, dass in Japan der sog. Worstcase schon im Gange ist und praktisch nicht mehr aufzuhalten ist. Das was jetzt noch getan werden kann, ist nüchtern betrachtet nur noch das Löschen eines Großbrandes mit Wassereimern. Wenn die Brennstäbe trockenliegen ist nichts mehr zu machen. Bricht der 1. Reaktor völlig zusammen und frisst sich durch die Schutzwand, sind die anderen auch verloren, da niemand am 1. Reaktor mehr was tun kann.
Auch ich glaube, dass die wenigen und vorsichtigen Entwarnungen nur taktische Aufgaben haben. Dafür muss man aber sogar Verständnis haben, da die Folgen einer plötzlichen Mitteilung, dass die Gesundheit und das Leben aller Japaner arg gefährdet sei, noch dramatischere Folgen hätte und selbst die letzten Rettungsmöglichkeiten unterbindet. Mit der sicheren Gewissheit würde das Land komplett im Chaos versinken.

Zur Diskussion hier im Lande: Schon vor einiger Zeit, als die Debatte um die Verlängerung der Laufzeiten der AKW geführt wurde, machte ich mir über einen selten geäußerten Aspekt Gedanken, den ich hier nochmal anbringen möchte. Man hört ja oft als Argument der Kernkraft-Befürworter, dass der Anteil an der Stromerzeugung mit 20% zu hoch sei, um diese Art der Energiegewinnung von heute auf morgen abzustellen. Und das es keine Alternativen dazu gibt. Ob das stimmt oder nicht, kann ich nicht sicher beurteilen. Wahrscheinlich nicht von heute auf morgen, wenn man mit "heute auf morgen" einen Zeitraum von etwa 5 Jahren meint, da ja Alternativen nicht per Knopfdruck entstehen. Soweit so gut. Aber kann man bei der Frage nicht von der anderen Seite herangehen?
Was ist wenn ich ein Monatseinkommen von 1000 Euro habe und diese komplett für meinen Lebensstandard monatlich ausgebe. Plötzlich sagt mir mein Chef, ich kann Dir zukünftig nur noch 800 Euro zahlen oder ich muss Dich entlassen, es gibt keine andere Alternative. Wenn ich weiß, dass er wirklich nicht mehr zahlen kann, weil vielleicht die Auftragslage ungünstiger geworden ist, nützt mir wohl kaum das Argument etwas, dass ich die 1000 aber zwingend brauche, damit ich meinen Lebensunterhalt bezahlen kann. An der Stelle muss ich mir doch irgendwie überlegen, worauf ich am ehesten verzichten kann.
Warum gehen wir bei der Energiefrage nicht auch so vor? Warum wird immer der Strombedarf als gegeben angesehen und man sucht nach Wegen der Ernergieerzeugung um dort hin zu kommen?
Ich bin der festen Überzeugung, wenn man wirklich ohne das Risiko der Atomkraft leben will, dass es möglich ist, 20 % unseres nationalen Energieverbrauches zu reduzieren, ohne dass die Lebensqualität und die Wirtschaftlichkeit in unserem Land darunter leidet. Das funktioniert sicher nicht über gutes Zureden, Appelle an die Bevölkerung umweltfreundlicher zu handeln und auch nicht über die Preise (sieht man ja an den Tankstellen...denkt momentan jemand drüber nach bevor er ins Auto steigt, was der Benzin kostet?). Das funktioniert aber über eine Rationierung von Strom. Klar ist das eine Art Zwang und Einschränkung, die nicht in unser System von freiheitlichen Rechten eines jeden einzelnen passt. Aber wenn man bedenkt das fast 40 % des Energieverbrauchs in Deutschland auf private Haushalte und öffentliche Einrichtungen fallen, dann sehe ich dort schon die Möglichkeit ohne wirtschaftliche Schwächung eines Landes den Energiebedarf um fast 20% zu senken, bspw. über eine maximale Abgabemenge an Strom für einen Privathaushalt pro Kopf.
Besonders deutlich wird das wenn man sich die Verteilung des Energieverbrauchs in den Haushalten ansieht: 15 % Kühlen und Gefrieren, 12% PC und Kommunikation, 11 % Fernsehen und Radio ....
Klar fällt jedem der Verzicht in irgendwelchen Bereichen sehr schwer. Bei mir würde auch nur Zwang funktionieren, das gebe ich ganz klar zu! Ich schalte meinen PC am Wochenende auch meist früh um 9:00 Uhr ein und gegen Mitternacht aus. Manchmal läuft er auch über Nacht, genauso wie das Flurlicht, weil man da einfach besser sieht, wo die nächste Tür ist, die man schon 5000 mal in seinem Leben geöffnet und geschlossen hat. Wäsche wird auch nicht mehr auf der Leine getrocknet seitdem der Trockner im Bad steht.
Ich glaube, dass es uns allen so vorkommt, nie und nimmer unseren Verbrauch um 50 % zu reduzieren, da wir wohl auf nicht einmal 10 % der Annehmlichkeiten gefühlt verzichten können. Aber stellt man die Frage einem Bewohner Tokios genau heute, auf was er hätte verzichten können, um diese Katasrophe ungeschehen zu machen, ich glaube, er würde mehr als 50 % herausholen.  :-\
"....weil irgendwann alles mal kaputt geht. Du wirst es auch noch gewahr werden, eines Tages fällt Dir einfach ein Bein ab."

Mephistopheles

Das lässt sich schon hören (bzw. lesen), was Bruno da meint.

Nur an einer Stelle wurde ich stutzig:

Zitat von: Bruno Borelli am Montag, 14 März 2011, 21:52:53

Besonders deutlich wird das wenn man sich die Verteilung des Energieverbrauchs in den Haushalten ansieht: 15 % Kühlen und Gefrieren, 12% PC und Kommunikation, 11 % Fernsehen und Radio ....


Das sind gerade einmal 37%. Jetzt frage ich mich schon, wo die restlichen 63% verschwinden? Klar, gibt noch Licht, den Ofen, die Mikrowelle, den Geschirrspüler und bei manchem eine Waschmaschine... aber das erklärt doch nicht die restlichen 63%, oder?
=> => => ChemnitzCrew <= <= <=

Red Devil

Zitat von: Bruno Borelli am Montag, 14 März 2011, 21:52:53
Ein Atomwissenschaftler aus Deutschland meinte heute bei MDR-Info mit zittriger und deprimierter Stimme, dass in Japan der sog. Worstcase schon im Gange ist und praktisch nicht mehr aufzuhalten ist. Das was jetzt noch getan werden kann, ist nüchtern betrachtet nur noch das Löschen eines Großbrandes mit Wassereimern. Wenn die Brennstäbe trockenliegen ist nichts mehr zu machen. Bricht der 1. Reaktor völlig zusammen und frisst sich durch die Schutzwand, sind die anderen auch verloren, da niemand am 1. Reaktor mehr was tun kann.
Auch ich glaube, dass die wenigen und vorsichtigen Entwarnungen nur taktische Aufgaben haben. Dafür muss man aber sogar Verständnis haben, da die Folgen einer plötzlichen Mitteilung, dass die Gesundheit und das Leben aller Japaner arg gefährdet sei, noch dramatischere Folgen hätte und selbst die letzten Rettungsmöglichkeiten unterbindet. Mit der sicheren Gewissheit würde das Land komplett im Chaos versinken.


würde das land nicht so oder so im chaos versinken wenn es zum worstcase kommt?
soviele baustellen auf einmal gehen doch gar ne.
stromknappheit, radioaktiv verseuchte gebiete, wiederaufbauarbeiten nach tsunami (manche luftbilder lassen einen denken das man dort nix mehr aufbauen brauch)
zusätzlich stellen derzeit etliche großkonzerne die produktion ein (leute verdienen kein geld-können sich nix mehr kaufen bzw gibts bald auch nix mehr zu kaufen da eh alles importiert wird und die häfen hinüber sind bzw der westen wegen der strahlungsgefahr nix schicken wird) was wiederrum die wirtschaftskraft (Finanzmärkte reagieren ja schon ordentlich) mindert.


klar, kann auch sein das sich die weltwirtschaft davon nicht beeinflussen lässt, deutsche automobilbauer würden sich freuen,
einen großen erdölabnehmer weniger (nachfrage sinkt - preise sinken- demzufolge auch der sprit) etc.


hoffen wir aber in erster linie mal das beste für die menschen dort, der wind soll ja ab morgen richtung tokio wehen.
Guten Tag, Ich trink Ouzo! Was machst Du so?

Alle Kinder lieben Lasagne, ausser Ronny der mag Pony^^

vitaminbonbon

Habe jetzt nicht mehr die alleraktuellsten Statistiken bei der Hand...aber der Hauptanteil im privaten Bereich geht für die "weiße Ware" drauf: Kühlschrank,Waschmasch, Trockner.

Und "damals" war ja ein Betandteil der Energiekonzeption, die Effekte in der Energieeinsparung richtig zu nutzen. Im Haushaltbereich lassen sich relativ problemlos 15-20% Energie einsparen: effiziente Geräte, ausschalten statt Standbye, Geräte optimal auslasten (Waschmachine, Trockner).
Ein gewaltiges Potenzial steckt aber in den (elektr.) Motoren, den 10000000 Helferlein überall. Könnte dort nur ein Bruchteil erneuert und damit energetisch effizient ersetzt werden wären nochmal einige/viele Prozent Energieeinsparung drin.

Die Formel hieß mal: Ausbau erneuerbarer E + Energieeinsparung = Ausstieg Atomenergie.
ja- ich weiß: Dabei bleibt die Grundlast (für Industrie- bspw. Aluminium, Chemie, Fahrzeugbau...) auf Kohlekraftwerke angewiesen. CO2-mäßig suboptimal, aber eben ...sicher.
Wenn du redest, dann muss deine Rede besser sein, als dein Schweigen gewesen wäre.
(arabisches Sprichwort)

Bruno Borelli

Quelle: (hatte ganz vergessen die Quelle anzugeben!  :noahnung:   :nono: ;D )

http://de.wikipedia.org/wiki/Strombedarf

Meine Aufführung enthielt auch nur die größten Posten (mit dem m.E. auch größten Sparpotential).
Allerdings fehlen in der Gesamtaufführung tatsächlich 5,... Prozentpunkte.  :lol: ???
"....weil irgendwann alles mal kaputt geht. Du wirst es auch noch gewahr werden, eines Tages fällt Dir einfach ein Bein ab."

HobbesTheOne 99

Je nachdem ob man den dadurch möglicherweise herbeigerufenen Klimawandel als sicher ansieht, aber das ist eine andere Baustelle...

Danke für den Bericht @VB, zwar das meiste bekannt, aber die geschätzten Zahlen an Opfern sind wirklich sehr fragwürdig. Zum einen traf es die Belegschaft sofort, die Rettungstrupps ebenfalls nach wenigen Tagen, genauso wie die ganzen Arbeiter für den Sarkophag. Die Zahl ist sicher zu niedrig angesetzt, vermutlich nur diejenigen erfasst, welche 100% durch die Radioaktivität gestorben sind?!? Hab gestern Abend noch eine Doku zur Unglücksnacht gesehen, sie wussten nicht was sie tun  :-X ein Zeitzeuge kam zu Wort, der damals mittendrin war und heute noch lebt, obwohl er massiver Strahlung ausgesetzt war. Interessante Aussagen von ihm.

Für Japan muss man wirklich hoffen und ggbfalls beten, weiß nicht ob die bisherigen Meldungen nun positiv zu werten sind, weil scheinbar noch nicht der schlimmste Fall eingetreten ist oder ob das nur noch eine Frage der Zeit ist. Die Meldungen sind sowieso sehr unterschiedlich, hoffen wir das Beste. Die inzwischen im Netz kursierenden Amateuraufnahmen des Bebens und Tsunamis sind unbeschreiblich  :o :-\ :-\ :-\ So wirklich vorstellen kann man sich diese Trümmerwüsten nicht, dort jemals wieder was aufbauen muss Jahre bis Jahrzehnte dauern, wenn denn in dieser Gegend überhaupt nochmal gebaut wird...

Glaube der Bruno war es mit einem Beitrag, wo er keine AKW mehr in seiner Nähe haben wollte und es eben einen Unterschied macht, ob die Dinger in seiner Nähe stehen oder in Rumänien, Ukraine, USA oder China. Hab es ja schonmal geschrieben, Temelin dürfte wohl die größere Gefahr darstellen und auch das nächstgelegene Kernkraftwerk sein. Grafenrheinfeld am Main (Schweinfurter Ecke) könnte noch näher dran sein, ist auf jeden Fall das naheliegendste in Deutschland. Es muss also nicht nur eine deutsche Insellösung gefunden werden, sondern die anderen auf diesen Weg mitgenommen werden. Und wenn es erstmal "nur" die Europäer sind.

Klar ist, wir könnten grade die alten Meiler abschalten, ohne in größere Nöte zu kommen. Alle AKW abschalten wäre eine andere Sache, grade weil die erneuerbaren Energien noch nicht sicher garantieren können, jederzeit die Spitzenlast abdecken zu können (Stichwort wolkiger Tag ohne Wind). Von heute auf morgen aussteigen geht nicht, auch weil wir die Effizienz eben nicht erreichen oder weil die Rationierung von Strom (so will ich Brunos Beitrag mal nennen) keine echte Lösung ist. Daher bleibe ich bei meiner Meinung, Kernkraft als "Brückentechnologie" weiternutzen, allerdings die jüngsten Meiler und dies auch nur solange wie nötig und nicht solange wie möglich. Sobald man die Spitzenlast anderweitig ohne Probleme decken kann, dann die Dinger abschalten, was sicher vor den eigentlichen Laufzeitenden liegen dürfte, sofern man den Willen zeigt und die Anreize richtig setzt.


Zitat von: Bruno Borelli am Montag, 14 März 2011, 16:54:30
Zitat von: dio am Montag, 14 März 2011, 16:49:10
Zitat von: Bruno Borelli am Montag, 14 März 2011, 16:34:34Unserem Land und unserer Zukunft wäre es zu wünschen.

eben, nicht dass das nächste große erdbeben hier bei uns auch erstmal alle akw an den rand des super-gaus bringt..

und zu gabriel: jeder hier weiß, was eine opposition soll, nur weil du da mit jemandem verbandelt bist, must du nich mit blöd-smileys um dich werfen. der ist der erste der lospoltert, wenn es was zu poltern gibt. konstruktive kritik fehlanzeige, hauptsache vorwerfen dass alles schlecht ist und so lang poltern bis der kopf pattig ist.

Beim nächsten Mal ist es wahrscheinlich kein Erdbeben. Wenn etwas schlimmes auf der Welt passiert, ist es doch fast immer so, dass damit niemand rechnen konnte, oder? Leider machen sich immer alle dann einen Kopp nachdem etwas derartiges passiert ist.
 

Trittin und Gabriel (u.a.) motzen ja nichtmal unbedingt wegen Erdbeben, aber es gibt ja noch die Gefahr von Stromausfällen oder Flugzeugabstürzen, grade bei den ältesten Meilern, die davor nicht geschützt sind. Diese Gefahr kennt man seit 2001 definitiv, wieso ist dann also jetzt auf einmal diese Gefahr da, war es aber nicht, als man selbst Umweltminister war und die Kraftwerke schon längst hätte schließen können ???
"Es kann nicht die Aufgabe eines Politikers sein, die öffentliche Meinung abzuklopfen und dann das Populäre zu tun. Aufgabe des Politikers ist es, das Richtige zu tun und es populär zu machen."
Walter Scheel

Iak

ZitatWer den Twitter-Kanal des vor Gericht stehenden Wettermanns Jörg Kachelmann betrachtet, kommt nicht um den Eindruck herum, dass die japanischen Behörden systematisch die Radioaktivitätsmesswerte unterdrücken. Sobald man höhere Werte erwarten könnte, werden diese Messreihen als "under survey", also "unter Beobachtung", angegeben. Hinzu kommt, dass der Wind offenbar gedreht hat und keinesfalls aufs Meer hinaus bläst.Ergänzend sei angemerkt, dass laut Nature Magazine die Messwerte der "Organisation des Vertrags über das umfassende Verbot von Nuklearversuchen" (CTBTO) von den zuständigen Stellen nicht veröffentlicht werden. Die CTBTO verfügt über ein feinmaschiges Messnetzwerk im asiatischen Raum und könnte wertvolle Informationen über die radioaktive Belastung (z.B. Caesium-137) aus den havarierten Atomkraftwerken geben.
Sicherlich ist es verständlich, dass man offensichtlich alles unternimmt, um eine Massenpanik zu vermeiden. Man muss sich jedoch die Frage stellen, ob durch das Zurückhalten relevanter Daten nicht noch größere Schäden entstehen.

Quelle
"Wahrheit spricht für sich allein - aber Lüge spricht durch Presse und Rundfunk."  Victor Klemperer (1881-1960)

Walter Frosch 99

Zitat von: Iak am Montag, 14 März 2011, 23:03:17
ZitatWer den Twitter-Kanal des vor Gericht stehenden Wettermanns Jörg Kachelmann betrachtet, kommt nicht um den Eindruck herum, dass die japanischen Behörden systematisch die Radioaktivitätsmesswerte unterdrücken. Sobald man höhere Werte erwarten könnte, werden diese Messreihen als "under survey", also "unter Beobachtung", angegeben. Hinzu kommt, dass der Wind offenbar gedreht hat und keinesfalls aufs Meer hinaus bläst.Ergänzend sei angemerkt, dass laut Nature Magazine die Messwerte der "Organisation des Vertrags über das umfassende Verbot von Nuklearversuchen" (CTBTO) von den zuständigen Stellen nicht veröffentlicht werden. Die CTBTO verfügt über ein feinmaschiges Messnetzwerk im asiatischen Raum und könnte wertvolle Informationen über die radioaktive Belastung (z.B. Caesium-137) aus den havarierten Atomkraftwerken geben.
Sicherlich ist es verständlich, dass man offensichtlich alles unternimmt, um eine Massenpanik zu vermeiden. Man muss sich jedoch die Frage stellen, ob durch das Zurückhalten relevanter Daten nicht noch größere Schäden entstehen.

Quelle

bitter....und das ist Japan! Ein "Vorzeigestaat" westlicher Bauart. Man kann relativ sicher davon ausgehen, dass die Informationspolitik in Europa und Nordamerika nicht viel besser sein würde (von Russland und China mal ganz zu schweigen). Ich glaube es wird auch bei uns viel unter den Teppich gekehrt (bzw die Gefahren heruntergespielt), wenn selbst das Bundesamt für Strahlenschutz auf ihrer Webseite schreibt:

"Die im Dezember 2007 vorgestellte Epidemiologische Studie zu Kinderkrebs in der Umgebung von Kernkraftwerken (KiKK) hat zum Ergebnis, dass in Deutschland Kinder unter 5 Jahren häufiger an Krebs, insbesondere Leukämie, erkranken, je näher sie an einem Kernkraftwerk wohnen. Bereits frühere ökologische Studien hatten bei unter 5-jährigen Kindern für den 5 km-Umkreis ein erhöhtes Krebsrisiko festgestellt."
"Zu Risiken und Nebenwirkungen fragen Sie Ihren Arzt oder Hans Sarpei."

"Ein Walter Frosch spielt nur in der A-Mannschaft oder in der Weltauswahl."

"Geil, endlich Sommer...da kann ich jetzt in Shorts vorm Computer sitzen" ;D

pizzapasta

Zitat von: HobbesTheOne 99 am Montag, 14 März 2011, 22:43:05
Zitat von: Bruno Borelli am Montag, 14 März 2011, 16:54:30
Zitat von: dio am Montag, 14 März 2011, 16:49:10
Zitat von: Bruno Borelli am Montag, 14 März 2011, 16:34:34Unserem Land und unserer Zukunft wäre es zu wünschen.

eben, nicht dass das nächste große erdbeben hier bei uns auch erstmal alle akw an den rand des super-gaus bringt..

und zu gabriel: jeder hier weiß, was eine opposition soll, nur weil du da mit jemandem verbandelt bist, must du nich mit blöd-smileys um dich werfen. der ist der erste der lospoltert, wenn es was zu poltern gibt. konstruktive kritik fehlanzeige, hauptsache vorwerfen dass alles schlecht ist und so lang poltern bis der kopf pattig ist.

Beim nächsten Mal ist es wahrscheinlich kein Erdbeben. Wenn etwas schlimmes auf der Welt passiert, ist es doch fast immer so, dass damit niemand rechnen konnte, oder? Leider machen sich immer alle dann einen Kopp nachdem etwas derartiges passiert ist.
 

Trittin und Gabriel (u.a.) motzen ja nichtmal unbedingt wegen Erdbeben, aber es gibt ja noch die Gefahr von Stromausfällen oder Flugzeugabstürzen, grade bei den ältesten Meilern, die davor nicht geschützt sind. Diese Gefahr kennt man seit 2001 definitiv, wieso ist dann also jetzt auf einmal diese Gefahr da, war es aber nicht, als man selbst Umweltminister war und die Kraftwerke schon längst hätte schließen können ???


Die Gefahr kennt man sogar seit den 80ern, als mal ein Kampfjet in der Nähe eines westdeutschen AKW abgestürzt ist. Es muss ja nicht einmal Absicht sein.