Es ist zwar nicht die Euroleague, noch nicht einmal der Eurocup, aber Göttingen hat soeben durch einen 76:71-Sieg bei FMP Belgrad (12. der Adrialeague) das Final-Four der FIBA EuroChallenge erreicht. Dort geht es dann am 30. April im Halbfinale gegen den 5. der französischen Liga, Chorale Roanne. Das andere Halbfinale bestreiten Krylia Samara (7. in Russland) und höchstwahrscheinlich Scavolini Pesaro (15. in Italien). Die Platzierungsspiele finden am 02. Mai statt. Der Austragungsort steht noch nicht fest, wird aber bei einem der vier Finalteilnehmer sein.
Das heutige Spiel in Belgrad war ein echter Crunchtime-Krimi. Wie schon beim 75:69-Sieg im ersten Duell der Best-of-Three-Serie musste Göttingen ohne die verletzten Dwayne Anderson, Ben Jacobson und Chester Frazier antreten, welche normalerweise in der BBL zusammen 27.8 Punkte, in Europa gar 29.7 Punkte auflegen. Respekt, dass man sich dennoch in Belgrad durchsetzen konnte.
Allerdings bringt Göttingens Final-Four-Einzug auch ein besonderes Problem für die Beko-BBL mit. Denn schließlich soll am 01. Mai der letzte Spieltag ausgetragen werden. Laut Reglement müssen alle Partien zur gleichen Zeit stattfinden - Verschiebungen sind kategorisch ausgeschlossen. Göttingen würde an diesem Spieltag in Düsseldorf antreten. Die Partie hätte also sowohl für den Abstiegskampf als auch für das Playoffrennen noch eine ganz besondere Bedeutung. Man darf gespannt sein, wie die BBL-Führung das Problem lösen und gleichzeitig die Chancengleichheit für alle Teams wahren will. Wird der 34. Spieltag komplett verlegt oder darf Göttingen dann Freitag und Sonntag EuroChallenge spielen und am Samstag in Düsseldorf antreten...?