Egal, wer nun neuer Trainer wird - ich hoffe, er hat bei der Teamzusammenstellung ein etwas glücklicheres Händchen. Denn einige Dinge wurden diese Saison schon ziemlich deutlich:
1. Wenn ich große Verletzungssorgen auf der Center-Position habe, helfen mir keine 3 Powerforwards.
2. Wenn ich keinen echten Backup für die Shooting-Guard-Position habe, helfen mir auch keine 3 Pointguards.
3. Es ist für die Teamchemie und Spielerform/-entwicklung sicherlich besser, wenn sich nicht allzu viele Akteure um die gleichen Minuten streiten - siehe PF & PG.
4. Wenn ich 2 "Shooter-Center" habe, die gern mal den Distanzwurf nehmen, dann brauche ich mindestens 1 (besser 2) "Reboundmonster" auf den Forward-Positionen, um den fehlenden Center unterm Korb halbwegs auszugleichen.
5. Wenn ich auf einigen Positionen allenfalls durchschnittliche Backups habe, brauche ich eine sehr starke Starting-Five, die im Schnitt 30 Minuten und mehr spielen kann/soll/muss.
6. Wenn ich meine Starter mangels Qualität/Form/Gesundheitszustand/... am liebsten bloß 20 Minuten spielen lasse, dann benötige ich Bankspieler, die jederzeit für mehr als 10 Minuten gut sind.
Ich will mich hier aber gar nicht großartig für oder gegen bestimmte Spieler aussprechen. Denn vom Prinzip her könnte man fast jeden aktuellen Spieler weiterverpflichten, wenn der restliche Kader entsprechend sinnvoll zusammengestellt ist. Es muss halt "nur" das Gesamtkonzept stimmen.
Grundsätzlich könnte man auch darüber diskutieren, ob nun eine sehr starke 8er-Rotation oder eine weniger gut besetzte 10er-Rotation sinnvoll ist. Wer jedoch auf einen kleinen Kader setzt, sollte sich unbedingt bewusst sein, dass dann für Spieler wie Sascha, Dom, Andi, Mirko oder Claudio in Chemnitz eigentlich kein Platz mehr wäre. Denn gerade in der neuen starken ProA benötigt man mit einer 8er-Rotation schon sehr gute Backups, die zudem bedingungslos 2 Positionen gleich gut ausfüllen können.
Ich würde aber gern 2 oder 3 der oben genannten Spieler nächste Saison wieder im Niners-Trikot sehen. Deshalb bin ich eher für einen etwas größeren Kader. Unabhängig davon halte ich eine 10er-Rotation im Basketball ohnehin für das Optimum, wobei die Priorität natürlich immer auf der Starting-Five liegen sollte. Wenn es denn doch eine kleinere Rotation wird, dann muss man zumindest bei Verletzungen oder offensichtlichen Qualitätsmängeln konsequent nachverpflichten/austauschen.
Ein wichtiger Faktor wird aber auch die vorgeschriebene Deutschquote sein -> mindestens 6 einheimische Spieler auf jedem Spielberichtsbogen. Da auf jenem SBB höchstens 12 Spieler stehen dürfen, heißt das im Umkehrschluß, dass man maximal 6 Ausländer einsetzen darf. Je nach Philosophie benötigt man also noch mindestens 2 bis 4 Deutsche, die auch halbwegs Basketball spielen können. Carl (und Sascha?) sind quasi schon sicher, aber das reicht noch nicht ganz.
Ob letzten Endes 80 Prozent des Teams von ein und der selben Spieleragentur kommen, ist mir eigentlich relativ egal, so lange Einsatz und Leistung stimmen. Allerdings belebt Konkurrenz bekanntermaßen das Geschäft - und das gilt sicherlich auch bei der Spieler(agentur)auswahl. Außerdem ist es vielleicht nicht ganz ungefährlich, wenn ein Großteil des Teams (inklusive Trainer?) in einem Boot sitzen und der Rest möglicherweise in einem anderen...
Ich würde mich auch freuen, wenn man gerade auf den Ausländerpositionen den einen oder anderen Ami verpflichten könnte, den man bereits heuer aus der Liga kennt. Natürlich wird es kein Cedric Brooks, Harrelson, Shaw oder Sloan - die sind sicherlich zu teuer. Doch gerade bei den Teams aus dem unteren Tabellendrittel (zukünftig ProB oder RL) spielen ja auch einige hochinteressante US-Boys, die vielleicht finanzierbar wären - Jacobson, Rogers, Hampton, Sean Brooks, Clarke, Bynum, (Nordstaffel?)...
PS: Meine Zielstellung für die neue Saison heißt erstmal einstelliger Tabellenplatz.